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"Tag der deutschen Sprache" 2012

Aktion Deutsche Sprache e.V. am Informationsstand in Hannover und Laatzen Die Aktion Deutsche Sprache e.V. hatte bereits am Sonnabend, 1. September 2012, den "Tag der deutschen Sprache" in der niedersächsischen Landeshauptstadt aus organisatorischen Gründen "vorgezogen" , mitten in der Innenstadt im pulsierenden Einkaufsleben ihren Informationsstand aufgebaut und viele vorbeikommende neugierige und interessierte, alte und junge Menschen über die Bedeutung des Erhalts der guten deutschen Sprache ohne Denglisch und ohne unnötige Anglizismen aufgeklärt. Eine Woche später, zum eigentlichen "Tag der deutschen Sprache", war der Vorstand des hannoverschen Sprachvereins wieder in seinem Element. Diesmal hatten der Vorsitzende Wolfgang Hildebrandt und fünf seiner Vorstandskollegen den Informationsstand am Leine-Center in Laatzen vor den Toren der Landeshauptstadt aufgebaut. Viele Stunden lang klärten sie die vorbeikommenden Passanten in kurzen Diskussionen oder längeren Gesprächen über Sinn und Zweck dieser alljährlich am zweiten September-Sonnabend stattfindenden Aktion auf und standen ihnen Rede und Antwort. Es war ebenso überraschen wie erfreulich, dass es bei etwa 90 Prozent der Bürger Zustimmung gab und sich Dutzende von ihnen spontan in die ausgelegten Unterschriftslisten "Rettet die Schreibschrift" eintrugen. In Hannover war das Interesse so groß, dass schon zu Mittag das gesamte Informationsmaterial - Faltblätter, Aufkleber, Zeitschrift Deutsche Sprachwelt - nahezu "ausverkauft" war. "Endlich mal jemand, der sich um die deutsche Sprache kümmert", "Ich finde es sehr gut, dass Sie hier stehen und gegen die Anglizismen kämpfen", "Dafür müssten sich die Schulen, Universitäten und unsere Politiker sorgen", waren einige der Aussprüche, die die hannoverschen Sprachschützer zu hören bekamen. Allerdings zur eigenen aktiven Mitarbeit und zum Engagement für den Sprachverein bestand bei den meisten Gesprächspartner durchweg wenig Neigung. Natürlich gab es auch Gegner unserer Aktion. Für sie war das Englische und Amerikanische eine Bereicherung unserer deutschen Sprache, die sich fortentwickeln müsse. Schlimm war es, wenn es sich dabei um Deutschlehrer handelte. Sie zu überzeugen, dass unserer schöne deutsche Sprache ein Kulturgut ist, das es zu pflegen gilt und nicht verhunzt oder vermanscht werden sollte, dass gutes, verständliches Deutsch in Wort und Schrift ein Gewinn auch im internationalen Wettbewerb ist, dass der größte Teil der Bevölkerung überhaupt kein Englisch versteht und für ihn "Sale" ein Preisschnäppchen im Sommerschlussverkauf oder "Flyer" kein Flieger, sondern ein Faltblatt ist, das war trotz aller Argumente und Informationen meistens vergebliche Liebesmüh. Dass die hannoverschen Sprachschützer bei ihrer Mission am Informationsstand von etlichen Passanten auch in völlig andere Themen, insbesondere in Politik oder persönlichen Erlebnisse verwickelt wurden, machte die Aufgabe auf der Straße auch abwechslungsreich und noch interessanter. Großes Interesse bekundeten übrigens gerade auch Ausländer aus europäischen Staaten oder Fernost. Alles in allem war der "Tag der deutschen Sprache" für die Aktion Deutsche Sprache e.V. in Hannover und Laatzen ein guter Erfolg, erlebnisreich, wenn auch teilweise anstrengend.


Die Aktion Deutsche Sprache am "Tag der deutschen Sprache" 8. September 2012 in Hannover-Laatzen.
Vorstandsmitglieder informieren interessierte Passanten (von links)
1. Vorsitzender Wolfgang Hildebrandt, 2. Vorsitzender Rolf Zick (mit Mütze),
Beisitzer Walter Chr. Mehring, im Hintergrund im Stand Dr. Hermann Neemann. Foto: Schwartzkopff
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