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"Rettet die Schreibschrift" - Keine Unterstützung der Kultusminister

Mit großer Enttäuschung hat der Vostand der Aktion Deutsche Sprache Hannover (ADS) die Antwort des derzeitigen Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz, Hamburgs Kulutussenator Ties Rabe, auf die Eingabe und Übergabe von über 2000 Unterschriften zur Aktion "Rettet die Schreibschrift" zur Kenntnis genommen. Mit den Unterschriften hatte der der ADS-Vorstand gegen die Hamburger Bestrebungen zur Einführung der Grundschrift (Druckschrift) protestiert und die deutschen Kultusminister zur Rettung der Schreibschrift aufgefordert. (siehe: "Informationen" - Über 2000 Unterschriften zur Rettung der Schreibschrift). Hier ist die Antwort des derzeitigen Präsidenten der "Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland" vom 2.4.2012: "Unterschriften-Sammlung "Rettet die Schreibschrift" Sehr geehrte Damen und Herren, im Dezember des vergangenen Jahres haben Sie Herrn Minister Dr. Bernd Althusmann in seiner Funktion als Präsident der Kultusministerkonferenz eine Unterschriftenliste zur Rettung der Schreibschrift überreicht. Er hat mir als seinem Nachfolger im Amt Ihre Liste mit der Bitte übergeben, Ihnen zu antworten. Die Kultusministerkonferenz hat sich an verschiedenen Stellen mit der Frage des Erlernens der Schrift beschäftigt, zuletzt mit Beschluss vom 15. Oktober 2004 in den Bildungsstandards im Fach Deutsch für den Primarbereich. Für den Kompetenzbereich Schreiben wird dort festgelegt, dass Schülerinnen und Schüler eine gut lesbare Handschrift flüssig schreiben.Es wird nicht ausdrücklich festgelegt, um welche Form der Schreibschrift es sich dabei handeln soll. Wie Sie wissen,gibt es hier vielfältige Formen,von der lateinischen Ausgangsschrift über eine Reihe vereinfachter Ausgangsschriften bis zur Grundschrift. In den "Empfehlungen zur Arbeit in der Grundschule" (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 02.07.1970 i.d.F. vom 06.05.1994) wird darüber hinaus die Bedeutung sowohl der Druckschrift als auch der Schreibschrift als Zugang zur elementaren Schriftkultur betont. Da die Wissenschaft keine einheitlichen Empfehlungen für oder gegen den Erwerb einer der vielen Schriftarten gibt,erscheint es sinnvoll, den Pädagoginnen und Pädagogen die Entscheidung zu überlassen, welche Schriften in welcher Folge für ihre Lerngruppen geeignet sind. Wichtig bei der Entscheidung erscheint mir dabei, dass bei der Wahl der Schriftart das Wohl des Kindes und dessen Möglichkeit der Weiterentwicklung hin zu einer flüssig zu schreibenden persönlichen Handschrift im Vordergrund steht. Mit freundlichen Grüßen Ties Rabe"



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