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ADS-Mitgliederversammlung 2012

Wolfgang Hildebrandt führt die Aktion Deutsche Sprache - Dr. Hermann Neemann legte den Vorsitz nach sechs Jahren in jüngere Hände. An der Spitze der Aktion Deutsche Sprache e.V. Hannover (ADS) hat es bei der Mitgliederversammlung am 29. März 2012 einen Wechsel gegeben. Der fast auf den Tag genau seit sechs Jahren amtierende Vorsitzende Dr. Hermann Neemann, der Gründer und Motor des hannoverschen Sprachvereins, hatte sein Amt niedergelegt, um es in jüngere Hände zu geben. Die Mitglieder wählten das bisherige Vorstandsmitglied Wolfgang Hildebrandt (Lehnstedt) einstimmig zum neuen ADS-Vorsitzenden. Dr. Neemann bleibt als Beisitzer im Vorstand dem Verein weiterhin erhalten und verbunden. Die übrigen Vorstandswahlen brachten keine wesentlichen Veränderungen. Stellvertretender Vorsitzender und zugleich Schriftführer und Pressewart ist weiterhin Rolf Zick (Lehrte), Schatzmeister bleibt Peter Wannemacher (Barsinghausen); lediglich bei der Wahl der weiteren drei Beisitzer gab es eine Veränderung. Für den nicht wieder kandidierenden Uwe Th. Schwartzkopff (Hannover) wurde Dirk Dreyer (Hannover) gewählt. Walter Christian Mehring (Laatzen) und Heinrich Stracke (Hannover) bleiben auf ihren Posten. Alle Wahlen erfolgten ohne Gegenkandidaten und ohne Gegenstimmen. In seinem Rechenschaftsbericht hatte der bisherige Vorsitzende Dr. Neemann auf die Aktivitäten des Vereins im abgelaufenen Geschäftsjahr hingewiesen und dabei besonders den gemeinsam mit der Kundenzeitschrift "Centaur" der Rossmann GmbH veranstalteten Fotowettbewerb "Die besten deutschen Marken- und Produktnamen" hervorgehoben. Die bundesweite Beteiligung war sehr erfreulich. Bei dieser Aktion um die leicht verständlichen und originellsten deutschen Marken- und Produktnamen in Handel, Handwerk, Industrie und Dienstleistungsgewerbe ging es entsprechend der Zielsetzung der Aktion Deutsche Sprache darum, die deutsche Sprache als Amts-, Kultur-, Landes- und Wissenschaftssprache zu erhalten, zu pflegen, zu schützen und weiterzuentwickeln. In einer Feierstunde im alten Rathaus in Hannover waren die aus vielen Gegenden Deutschlands gekommenen Preisträger ausgezeichnet worden. Als Fortsetzung seiner Aktivitäten hatte der ADS-Vorstand dann eine Fotoausstellung vorbereitet, bei der unter der Überschrift "Chicago oder Hannover?" auf acht großformatigen Schautafeln eine Fülle von englischen Firmenbezeichnungen deutscher Geschäfte in der Innenstadt Hannovers dargestellt wird. Dr. Neemann wies in seinem Bericht weiterhin darauf hin, dass die Reihe der Sprachtreffs mit renommierten Referenten fortgesetzt wurde. Schließlich wurde gemeinsam mit der Zeitschrift "Deutsche Sprachwelt" die Aktion "Rettet die Schreibschrift" als Unterschriftensammlung gestartet, um gegen die besonders von Hamburg ausgehenden Bestrebungen, die herkömmliche Schreibschrift durch eine so genannte Grundschrift (Druckschrift) zu ersetzen, zu protestieren. Am 9. Dezember 2011 konnte der ADS-Vorstand dem niedersächsischen Kultusminister Dr. Bernd Althusmann als damaligem Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz der Länder 2.138 Unterschriften überreichen mit der Forderung, die Kultusminister der deutschen Bundesländer zu veranlassen, sich für die Beibehaltung der Schreibschrift in den Schulen einzusetzen. Sie soll als deutsches Kulturgut erhalten bleiben, indem sich die Schulkinder beim Erlernen des Schreibens einen flüssigen, zusammenhängenden Schreibstil aneignen, der maßgeblich zur individuellen Persönlichkeitsbildung beiträgt. Schatzmeister Peter Wannemacher konnte berichten, dass die Finanzen des Vereins geordnet sind und dass die finanzielle Lage sehr erfreulich ist. Der neue Vorsitzende Wolfgang Hildebrandt stellte in einem Ausblick auf das Geschäftsjahr 2012 als Hauptziel heraus, die Mitgliederzahl des Vereins (möglichst mit jungen Menschen) zu erhöhen, um die ADS lebensfähig zu erhalten. Dabei sollten alle Mitglieder im Verwandten-, Bekannten- und Freundeskreis werben und jeder mindestens ein neues Mitglied zum Eintritt in den Sprachverein bewegen. Als erste Aktion der ADS in diesem Jahr soll die Fotoausstellung "Chicago oder Hannover?" in die Tat umgesetzt und versucht werden, sie in Bibliotheken, Schulen oder sonstigen Veranstaltungsräumen zu präsentieren. Als weiteres Ziel nannte Wolfgang Hildebrandt, eine Zusammenarbeit mit der Regionalgruppe Hannover des Vereins Deutsche Sprache (VDS) anzustreben, um noch effektiver für den Erhalt der deutschen Sprache und die Sprachpflege beitragen zu können. rz

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