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Tag der Deutschen Sprache: "Rettet die Schreibschrift"

Aktion Deutsche Sprache sammelt zum Auftakt 120 Unterschriften<br /> <br /> Mit einem durchaus befriedigenden Ergebnis von rund 120 Unterschriften hat die Aktion Deutsche Sprache e.V. (ADS) Hannover die gemeinsam mit der Deutschen Sprachwelt initiierte Aktion „Rettet die Schreibschrift“ gestartet. Allein zum „Tag der deutschen Sprache“ wurden in der Innenstadt der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover in knapp vier Stunden 70 Unterschriften für die Aktion gesammelt. Auf dem Platz der Weltausstellung hatte die ADS ihren Informationsstand aufgebaut. Der ADS-Vorsitzende Dr. Hermann Neemann und vier Vorstandsmitglieder informierten und demonstrierten nicht nur für die Erhaltung des Kulturguts deutsche Sprache und gegen die Vermanschung unserer Sprache mit unsinnigen Anglizismen, sondern sie stellten auch gleichzeitig die Aktion „Rettet die Schreibschrift“ vor. Viele Passanten zeigte sich interessiert, als sie erstmals erfuhren, dass die SPD und die Grünen in Hamburg zu Beginn des neuen Schuljahres in den Grundschulen die bisherige Schreibschrift abgeschafft haben, um sie durch die Grundschrift in Druckbuchstaben zu ersetzen, wie es vom Grundschulverband e.V. propagiert wird. <br /> Die hannoverschen Sprachschützer versuchten auf ihrem Informationsstand den Passanten deutlich zu machen, dass damit ein weiteres Kulturgut der deutschen Sprache dem Zeitgeist geopfert wird Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich. Sie reichten von spontaner Zustimmung „Endlich mal eine vernünftige Aktion“ bis zu skeptischen Äußerungen „Das nützt ja doch nichts“. Dann musste in aufklärenden Gesprächen Überzeugungsarbeit geleistet werden – mit mehr oder weniger Erfolg. Viele setzten ihre Unterschrift gleich in die vorbereiteten Listen. Eine Deutschlehrerin sagte: „Was haben die sich in Hamburg denn gedacht? Ich unterschreibe sofort.“ Ein Hochschullehrer meinte: „Ich muss mich erst einmal damit auseinandersetzen.“ Ein Passant erklärte: „Wenn ich meine Adresse angeben muss, unterschreibe ich nicht.“ Und ein anderer: „Ich unterschreibe grundsätzlich nicht, ich bin schon mehrmals reingefallen.“ Interessant war, das sich gerade auch vorbeikommende Ausländer besonders für diese Aktion interessierten. <br /> Immerhin, nach vier Stunden zählten die hannoverschen Sprachfreunde 70 Unterschriften. Zusammen mit rund 50 weiteren Unterschriften, die von Vorstandsmitgliedern gesammelt worden waren, war es ein erfolgversprechender Anfang der Aktion „Rettet die Schreibschrift“ in Hannover. Die Aktion Deutsche Sprache e.V. will sie fortsetzen und dann die gesammelten Unterschriften dem niedersächsischen Kultusminister Dr. Bernd Althusmann, als derzeitigem Vorsitzenden der Kultusminister-Konferenz (KMK), überreichen, um sie zu veranlassen, dafür Sorge zu tragen, dass in den deutschen Schulen weiterhin die Schreibschrift unterrichtet wird. <br /> <br />

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