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Fotowettbewerb 2011 der Aktion Deutsche Sprache

Die besten deutschsprachigen Marken- und Produktnamen - Zum dritten Male veranstaltete die Aktion Deutsche Sprache (ADS) Hannover gemeinsam mit der Kundenzeitschrift „Centaur“ der Firma Dirk Rossmann GmbH, Burgwedel, einen Fotowettbewerb. Er lief unter dem Motto: „Die besten deutschsprachigen Marken- und Produktnamen“. Nach den Themen „Die originellsten deutschen Firmennamen und Schaufenster“ im Jahr 2007 und „Die besten deutschsprachigen Werbesprüche“ im Jahr 2009 ging es diesmal um die leichtverständlichsten und originellsten deutschen Marken- und Produktnamen in Handel, Handwerk, Industrie und Dienstleistungsgewerbe. Der Fotowettbewerb folgte wiederum der Zielsetzung der ADS, die deutsche Sprache als Amts-, Kultur-, Landes- und Wissenschaftssprache zu erhalten, zu pflegen, zu schützen und weiterzuentwickeln, wie der ADS-Vorsitzende Dr. Hermann Neemann bei der Preisverleihung am 8. April 2011 in Hannover sagte. Durch Produktfotos oder Produktabbildungen sollte demonstriert werden, dass es neben den immer mehr eindringenden englischen oder „denglischen“ Markennamen und Produktbezeichnungen auch noch genug Beispiele ideenreicher, klarer und verständlicher deutschsprachiger Werbung in Handwerk und Industrie sowie bei den Dienstleistungen gibt. „Wer verkaufen will, muss seine potentiellen Kunden nicht nur mit überzeugenden Werbebotschaften ansprechen, sondern auch dem Produkt selbst einen wirksamen Namen geben“, sagte Prof. Uta Seewald-Heeg, Vorsitzende der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft, Köthen, als Leiterin des Preisgerichts, dem noch der ADS-Vorsitzende Dr. Hermann Neemann und der Pressesprecher der Dirk Rossmann GmbH, Stephan-Thomas Klose, angehörten. Produkt- und Markennamen habe es schon seit dem Altertum gegeben, bis im 18. Jahrhundert endgültig festgelegt wurde, dass Hersteller ihre Erzeugnisse mit ihren eigenen Zeichen markieren müssen, und im Zuge der Industrialisierung schließlich ein eigenes Markengesetz erlassen worden sei, durch das Marken, die sich von anderen unterscheiden, geschützt wurden, erklärte Prof. Seewald-Heeg weiter. Aus allen Teilen Deutschlands waren Einsendungen eingegangen. Das Preisgericht hatte es nicht leicht, aus der Fülle sehr guter Vorschläge die Preisträger auszuwählen. Zweimal musste sogar eine Stichwahl entscheiden. Die Vorsitzende sagte: „Die vom Preisgericht prämierten Einsendungen belegen: die deutsche Sprache bietet ein enormes Wortbildungspotential, aus dem zur Bildung von Markennamen geschöpft werden kann. Und wer es vermag, mit ihr kreativ umzugehen, dem gelingt es, einprägsame und werbewirksame Marken- und Produktnamen zu erfinden, die den Verbrauchern im Gedächtnis bleiben. Auch aus diesen Erwägungen heraus müssen wir uns den kreativen Umgang mit unserer Muttersprache bewahren. Verzichten wir auf ihren Gebrauch, überlassen wir den wirtschaftlichen Erfolg über kurz oder lang denen, die ihre Muttersprache weltweit mit größerem Selbstbewusstsein einsetzen als wir es tun.“ Ausgezeichnet wurde in der Kategorie „Handwerk und Industrie“ mit dem 1. Preis Wolfgang Hildebrandt, Lehnstedt, für sein Foto von „Kap Korn“, ein Vollkornbrot der Dampfbäckerei E.Berlinius im ostfriesischen Augustfehn; den 2. Preis erhielt Frau Doris Hardegen, Hannover, für ein Bild mit „Knitterfrei“ am Lieferwagen einer Wäscherei und Heißmangel; der 3. Preis fiel auf Andrea Kaland, Appen, für „Heiße Liebe“, rote Herzchen auf Produktverpackungen. In der Kategorie „Dienstleistungen“ erhielt den 1. Preis Udo Frank Kürschner, Felsberg, für „De Insel-Radgeber“, eine mundartliche Ausrucksweise für Fahrradverleih auf den Nordsee-Inseln; mit dem 2. Preis wurde noch einmal Frau Doris Hardegen, Hannover geehrt für das Foto des Firmenschildes „Putz-Munter“ eines Dienstleistungsunternehmens rund ums Haus; und Erhard Bohr, Berlin, bekam den 3. Preis für den „Zaster-Laster“, ein mobiler Geldautomat der Volksbank. rz

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