Informationen


Tag der deutschen Sprache

Informationen und interessante und amüsante Gespräche mitten im Fußgängerverkehr
Zum Tag der deutschen Sprache am 12. September 2009 hatte die Aktion Deutsche Sprache auch in diesem Jahr wieder in der Innenstadt von Hannover, auf dem „Platz der Weltausstellung“, ihren Informationsstand aufgebaut. Der Vorsitzende Dr. Hermann Neeman und einige Vorstandsmitglieder standen stundenlang den vorbeikommenden, neugierigen und fragenden Passanten Rede und Antwort. Immer wieder mussten die Sprachschützer erklären, dass gerade auch der Tag der deutschen Sprache ein Bewusstsein schaffen und festigen soll, um den unkritischen Gebrauch von Fremdwörtern, insbesondere die Sucht, überflüssige Anglizismen zu benutzen, also den Denglisch-Wahn, einzudämmen bzw. zu verhindern .
Auffällig war in diesem Jahr, dass neben vielen Ausländern vor allem auch eine ganze Reihe Schüler und Lehrer vorbeikamen, um sich „Unterrichtsmaterial“ mitzunehmen. Denn das in Niedersachsen eingeführte Zentralabitur sieht für die nächsten Jahre auch eine Prüfung zum Thema „Deutsche Sprache der Gegenwart“ vor. Am Stand der Aktion war die beste Gelegenheit, sich außerhalb von Schule und Internet im persönlichen Gespräch mit kompetenten Sprachschützern zu informieren und aufklären zu lassen. Auch eine junge Deutsch-Lehrerin der Kooptierten Gesamtschule Sehnde und ein Deutsch-Lehrer aus Springe waren sehr erfreut, hier Anschauungsmaterial für den Unterricht mitnehmen zu können.
Daneben gab es auch viele interessante und amüsante Gespräche. Ein ältere Dame erzählte, dass sie bei ihrem mündlichen Abitur vor 40 Jahren für jedes Fremdwort, das sie gebrauchten, zehn Pfennig bezahlen mussten. Ein älterer Herr sagte, sein in England lebender Sohn, der gerade zu Besuch in Hannover war, habe gefragt: „Warum wimmelt es hier überall von englischen Ausdrücken? Warum sprechen so viele Leute ein schreckliches Kauderwelsch? Habt Ihr denn überhaupt keine deutsche Sprache mehr?“ Ein Mann kam vorbei, sah sich das Informationsmaterial an und meinte: „Das müsst Ihr mal der Zeitung sagen, auch den Sportredakteuren! Oder denen, die uns dauernd Saale anbieten.“ Er meinte das englische „Sale“. Eine junge Frau aus Thailand sagte, sie wollte noch besser Deutsch lernen, und war glücklich, hier kompetente Gesprächspartner zu finden und Informationsmaterial zu bekommen. Ein junger Chinese und ein kanadischer Akademiker, der auf Europa-Reise war, konnten beide nicht verstehen, „warum die Deutschen ihre schöne deutsche Sprache, die Sprache von Goethe und Schiller, so verhunzen“.
So kann der Tag der deutschen Sprache auch für die am Informationsstand ihres Vereins mitten in der Stadt, im pulsierenden Fußgängerverkehr stehenden Vorstandsmitglieder der Aktion Deutsche Sprache zur Genugtuung und zu einem Erlebnis werden.


Zurück zur Übersicht