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Deutsch ins Grundgesetz


Deutsch ins Grundgesetz!
Eine Argumentationshilfe
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Unsere Gesellschaft ist heutzutage mehr denn je auf Verständigung angewiesen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist eine verbindliche Landessprache. Im Geltungsbereich des Grundgesetzes ist das die deutsche Sprache. Sie ist das Bindeglied, das alle Bereiche unserer
Gesellschaft regelt und ein geordnetes Zusammenleben erst möglich macht.

Kraft, Funktion und Bedeutung unserer Sprache sind seit einiger Zeit gefährden. Das beweist:

- In Forschung und Lehre wird Deutsch zunehmend durch Englisch ersetzt.
- In Wissenschaft und Technik wird selbst dann auf Englisch veröffentlicht, wenn keine internationale Leserschaft angesprochen wird.
- Wirtschaft, Handel und Banken legen sich immer öfter auf englische Vertragstexte fest.
- Neue Kulturtechniken, neue Berufsfelder, Kunst und Kultur bekommen englische Be-zeichnungen, und zwar auch dann, wenn diese aus dem deutschsprachigen Raum stammen.
- In Werbung und Medien sowie bei der Information der Öffentlichkeit ist eine fortschreitende
Verdrängung des Deutschen durch Englisch zu beobachten (Beispiele: Post, Telekom, Bahn).
- In zwischenstaatlichen Beziehungen (z. B. in der EU) und in unserer Selbstdarstellung im Ausland wird freiwillig auf die deutsche Sprache verzichtet (s. Sport, Kultur, Politik).

Durch diesen Bedeutungsverlust verliert unsere Sprache ihre Bindungs- und Integrationskraft.
Die Folgen sind Probleme und Konflikte innerhalb unseres Gemeinwesens, zum Beispiel:

- Die Entstehung von Parallelgesellschaften, die sich kulturell und sprachlich abkapseln.
- Wegen mangelnder Sprachkenntnisse herrscht keine Chancengleichheit.
- Die Ausgrenzung großer Bevölkerungskreise, die keine Fremdsprachen gelernt haben, d. s.
sozial Benachteiligte, ältere Menschen, Bürger aus den neuen Bundesländern, Zuwanderer.
- Die Weiterentwicklung von Fachwörterschätzen nimmt ab. Ergebnisse von Wissenschaft und Forschung können einer breiten Öffentlichkeit nicht mehr vermittelt werden. Es entwickeln sich zunehmend englischsprachige „Wissenschaftskasten“.
- Es entstehen wirtschaftliche Nachteile und Mehrkosten für deutsche Unternahmen, z. B. durch Übersetzungen, Vermittlungsprobleme und Ausschreibungen in der EU.
- Die psychologischen Folgen sind Unsicherheit, sich auszudrücken, mangelndes Zusammen-
gehörigkeitsgefühl durch Abwertung der eigenen Sprache und Kultur.

Unsere Landessprache bietet die geistige Lebensgrundlage, Kultur und Werte der Gesellschaft zu verstehen und weiterzuentwickeln. Zu den ersten Zielen unseres Staates gehört es deshalb,
den Schutz, die Pflege und Funktionsfähigkeit der deutschen Sprache zu gewährleisten, auch in Verantwortung gegenüber künftigen Generationen unseres Volkes.

Die deutsche Sprache kann mit vollem Recht Verfassungsrang beanspruchen. Eine Ergänzung des Artikels 22 GG ist daher notwendig:

D i e S p r a c h e d e r B u n d e s r e p u b l i k i s t D e u t s c h

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Aktion Deutsche Sprache e. V. – Lothringer Straße 33 B – 30559 Hannover
Telefon: 0511 - 215 40 97 / Fax: 0511 - 215 40 98 / E-Post: info@aktion-deutsche-sprache.de




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