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Zum Abschied von Heinrich Stracke

Nach langer, schwerer Krankheit ist unser Vorstandsmitglied Heinrich Stracke am 6. April 2014 verstorben. Mit ihm hat die Aktion Deutsche Sprache einen der engagiertesten Streiter für die Erhaltung der guten deutschen Sprache und einen kaum zu ersetzenden Vorstandskollegen verloren. Wir wussten, dass er schwer krank ist, aber er wollte es sich nicht anmerken lassen. Vor wenigen Wochen, bei der letzten Vorstandssitzung und Vortragsveranstaltung am 18. März im Rudolf-Steiner-Haus, haben wir noch gemeinsam getagt und gearbeitet. Wir ahnten nicht und dachten auch gar nicht daran, dass es das letzte Mal sein würde. Wir sahen ihm zwar an, wie schwer es ihm fiel, alles bis ins kleinste Detail  vorzubereiten, wie er es seit Jahren getan hat. Es war ja seine selbst gestellte Aufgabe. Und die wollte er, trotz Schmerzen und nachlassender Kräfte, buchstäblich bis zum letzten Atemzug erfüllen. So war er, unser Heinrich Stracke.
Seit der Gründung der Aktion Deutsche Sprache am 31. März 2006 gehörte Heinrich Stracke unserem Vorstand an. Wir können uns nicht erinnern, dass er auch nur einmal gefehlt hat. Denn ohne ihn ging nichts. Er war von Anfang an unser Organisator. Er sorgte dafür, dass wir in dem von ihm betreuten Rudolf-Steiner-Haus eine Bleibe bekamen. Es war, dank seiner Betreuung und seiner Fürsorge, mehr als ein Tagungs- und Konferenzraum: Es war unser "Zuhause". Und wir wussten, wir konnten uns auf Heinrich Stracke verlassen. Neben seinen bewundernswerten handwerklichen Fähigkeiten kamen uns besonders seine Kenntnisse und Fertigkeiten bei allen technischen Geräten zustatten, vor allem im Umgang mit dem Computer. Wir brauchten keine fremden Firmen oder Druckereiunternehmen. Dank Heinrich Stracke konnte alles "hausgemacht" werden. Und obendrein versorgte er uns auch noch bei unseren Vorstandssitzungen  mit Kaffee, Tee und Getränken. Heinrich Stracke war hier im Rudolf-Steiner-Haus, wo er ohnehin zu Hause war, im besten Sinne "unser Mann für alles".
Darüber hinaus schätzten wir besonders seinen kämpferischen Einsatz für gutes Deutsch und für die Erhaltung der Kultur unserer deutschen Sprache. In vielen Diskussionen war seine Meinung gefragt. Und er vertrat sie - wenn es sein musste auch störrisch und eigenwillig. Aber das schätzten wir ja auch an ihm. Dazu kamen seine guten Kontakte und seine vielen Verbindungen, die er, der Grazer, der Österreicher, der inzwischen zu einem Hannoveraner geworden war, uns zugutekommen ließ. Noch bei der letzten Vorstandssitzung Ende März bot er an, dafür zu sorgen, dass unsere Fotoausstellung in der hannoverschen Stadtverwaltung gezeigt werden kann. Dort kannte er sich aus. Er war ja noch voller Ideen und voller Hoffnung. Doch der viel zu frühe, unerbittliche Tod riss ihn aus allem heraus. Heinrich Stracke hinterlässt eine ganz große Lücke, die wohl kaum jemand wird schließen können. Wir wollen ihn nicht vergessen.

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